Der “Jungbrunnen-Effekt” für die Haut

Chronobiologische Prozesse während der Nacht sind dafür verantwortlich, dass unsere Gesichtshaut am nächsten Morgen wieder strahlend schön und jung wirkt. Unsere innere Uhr reguliert die Regeneration und Reparatur der Hautzellen. Hormone, die hauptsächlich in der Nacht ausgeschüttet werden, spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Eines der wichtigsten Hormone ist dabei das Schlaf-, Regulations- und Schutzhormon Melatonin, das vom Körper in der Zirbeldrüse produziert wird. Als bester Radikalfänger (50mal wirksamer als Vitamin C) gilt Melatonin als das wichtigste „Hautschutzmittel“ überhaupt. Es ist in der Lage unsere Haut sowohl vor DNA-Schäden zu schützen, als auch diese während des Schlafes zu reparieren. Melatonin brauchen wir aber auch, um gut ein- und durchschlafen zu können. Auch stimuliert Melatonin das Wachstum der Fibroblasten, jenen Zellen, die den Hauptbestandteil des Bindegewebes bilden. Für eine ausreichende Melatonin Produktion ist es notwendig, dass wir über den Tag genügend Serotonin, dem Wohlfühl-Hormon produzieren. Dies kann mit viel Bewegung, gesunder Ernährung am Tag erreicht werden. Schlecht abgedunkelte und elektrosmoglastige Schlafräume hemmen die Melatonin Produktion. Damit unsere Haut gesund, natürlich und schön bleibt, ist es wichtig, dass sowohl die Serotonin, als auch die Melatonin Produktion angekurbelt wird.

Bei Somatropin, das zweite wichtige Hormon das uns durch die Nacht begleitet, handelt es sich um ein Wachstumshormon. Somatropin, das auch als „Anti-Aging Hormon“ bekannt ist, ist für die Zellreparatur verantwortlich. Es hilft dem Körper beschädigte Zellen und Hautgewebe zu reparieren und wird vermehrt in den Tiefschlafphasen ausgeschüttet. In jungen Jahren ist Somatropin auch für den Längenwachstum verantwortlich. Für eine optimale Ausschüttung des Hormons bedarf es einer gesunden Ernährung, Schlafdauer und Schlafqualität. Nur so kann es seine Wirkung voll entfalten und zu einer besseren Hautqualität führen.

Ebenso eine wichtige Rolle für eine gute Hautqualität kommt dem Schilddrüsenhormon zu, welches in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert wird. Vor allem eine Unterfunktion führt zu Schlafstörungen und teigigen Schwellungen des Unterhautbindegewebes.

Anhaltender Schlafmangel sieht man den Betroffenen an. Die Haut wirkt fahl und leblos, es bilden sich verstärkt Hautfalten. Ebenso nehmen die Elastizität sowie die Widerstandskraft der Haut deutlich ab und der Alterungsprozess wird angekurbelt.

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